Künstliche Intelligenz kann beeindruckende Bilder erzeugen, doch die Qualität hängt stark davon ab, wie gut du dein Motiv beschreibst. Diese zweiteilige Serie zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deine Vorstellungen präzise formulierst und dadurch Bilder erhältst, die deiner Vision wirklich entsprechen. Alles verständlich erklärt, mit Fokus auf Bildmerkmale, klarer Sprache und kreativer Kontrolle. Perfekt für Einsteiger, die moderne KI-Tools sicher nutzen möchten.
TEIL 1: Wie du mit klaren Beschreibungen bessere KI-Bilder erzeugst
Dies ist Teil 1 der zweiteiligen Serie Präzise Bildprompts für Einsteiger. Dieser Abschnitt erklärt, warum generative KI Bilder wortwörtlich interpretiert, wie du dein Motiv im Kopf klar visualisierst und wie du dadurch gezielt bessere Ergebnisse erzeugst. In Teil 2 geht es dann um konkrete Bildmerkmale, Kameradetails und kreative Feinarbeit.
Inhalt von Teil 1
• Warum KI jedes Wort ernst nimmt
• Wie du dein Bild zuerst im Kopf formst
• Wie präzise Beschreibungen die Bildqualität steigern
• Welche Elemente in keinem Bildprompt fehlen sollten
• Wie du allgemein verständliche, klare Formulierungen nutzt
Warum KI Bildsprache wortwörtlich versteht
Generative Bildmodelle funktionieren anders als Chatbots. Sie interpretieren keine Andeutungen, keine Zwischenzeilen und keine gefühlten Stimmungen. Jedes Wort hat Gewicht. Jeder Begriff wird sichtbar. Deshalb entstehen oft überraschende oder falsche Ergebnisse, wenn die Beschreibung zu allgemein bleibt.
Wenn du zum Beispiel einfach schreibst „Ein Hund im Park“, weiß die KI nicht:
• welche Hunderasse
• welche Haltung
• welche Tageszeit
• welche Perspektive
• welche Lichtstimmung
• welchen Bildstil
• welchen emotionalen Ausdruck
Die KI weiß nur, dass irgendwo ein Hund und irgendwie ein Park vorkommen sollen. Das Ergebnis ist dann beliebig.
Sobald du jedoch präziser wirst, gewinnt das Bild an Klarheit.
Das Bild zuerst im Kopf formen
Gute Bildprompts beginnen nicht am Bildschirm, sondern im Kopf.
Stell dir das Bild kurz vor. Schließe für einen Moment die Augen und frage dich:
• Was genau sehe ich
• Wie groß ist das Motiv
• In welcher Umgebung steht es
• Aus welchem Blickwinkel beobachte ich es
• Welche Farben dominieren
• Welche Stimmung soll es vermitteln
Erst wenn du eine klare Vorstellung hast, beginnst du zu formulieren.
Dieser Schritt sorgt für Konsistenz und vermeidet zufällige Resultate.
Bildmerkmale klar benennen
Ein guter Prompt nennt die wichtigsten Merkmale des Bildes. Dazu gehören:
Motiv
Person, Tier, Objekt, Landschaft, Architektur.
Beschreibe Größe, Details, Haltung, Emotionen.
Kontext
Ort, Umgebung, Jahreszeit, Tageszeit.
Hintergrund
Schärfentiefe, Elemente im Hintergrund, Fokus.
Perspektive
Porträt, Weitwinkel, Vogelperspektive, Seitenansicht.
Licht
Weiches Licht, Gegenlicht, Dämmerung, Studiolicht.
Farben
Kühle Töne, warme Pastellfarben, Kontraste, Farbstimmung.
Stil
Fotojournalismus, Magazinlook, Aquarell, Anime, Hyperrealismus, Filmstill.
Ohne diese Angaben entscheidet das Modell selbst und trifft selten genau das, was du wolltest.
Präzise Formulierungen statt allgemeiner Befehle
Vermeide Wörter wie „generieren“, „erstellen“ oder „mach ein Bild“.
Bildmodelle brauchen Inhalte, keine Befehle.
Statt „Generiere ein Auto“ sagst du:
„Roter Sportwagen auf nasser Straße, Nachtaufnahme, reflektierende Lichter, Weitwinkel, realistischer Fotostil.“
Diese Formulierung zeigt der KI, was sie darstellen soll, nicht dass sie etwas erstellen soll.
Emotionen für visuelle Wirkung nutzen
Bilder transportieren Stimmungen. Verwende emotionale Adjektive wie:
• sanft
• verspielt
• ruhig
• dynamisch
• kraftvoll
• melancholisch
• freundlich
Sie wirken wie Farbfilter für das Ergebnis und verändern Atmosphäre und Licht.
Fazit Teil 1
Präzise Bildprompts beginnen mit klarer Vorstellung, strukturierten Bildmerkmalen und emotionalen Deskriptoren. Je genauer du benennst, was du siehst, desto besser wird das Ergebnis. In Teil 2 geht es darum, welche Bildmerkmale du ergänzen kannst, um absolute Feinarbeit zu leisten, inklusive Kamerawahl, Objektiven, Bildtypen und Stilvarianten.
