TEIL 2: Bildmerkmale meistern und professionelle Ergebnisse erzeugen
Dies ist Teil 2 der Ratgeberserie Präzise Bildprompts für Einsteiger. Nachdem du im ersten Teil gelernt hast, wie du klare Bildvorstellungen formulierst, geht es nun um konkrete Merkmale, die dein Bild endgültig professionell machen.
Inhalt von Teil 2
• Warum KI jedes Wort ernst nimmt
• Wie du dein Bild zuerst im Kopf formst
• Wie präzise Beschreibungen die Bildqualität steigern
• Welche Elemente in keinem Bildprompt fehlen sollten
• Wie du allgemein verständliche, klare Formulierungen nutzt
Die wichtigsten Kategorien eines starken Bildprompts
Die einfachste Form, ein Bild sauber zu beschreiben, besteht aus wiederverwendbaren Bausteinen:
• Bildtyp
• Motiv
• Aktion
• Perspektive
• Licht
• Hintergrund
• Farben
• Stil
• Kamera/Objektiv (optional, aber wirkungsvoll)
Diese Bausteine kannst du wie Lego kombinieren. Jeder einzelne erhöht die Präzision.
Bildtyp: Der Rahmen des gesamten Bildes
Bildtypen sind zum Beispiel:
• Porträtfoto
• Panoramabild
• Illustration
• Produktfoto
• Editorial Magazin-Look
• Filmstill
• Hyperrealistisches Foto
Der Bildtyp beeinflusst Komposition, Licht und Schärfe.
Beispiel:
„Porträtfoto einer jungen Frau in weichem Studiolicht, ruhiger Hintergrund.“
Motiv: Das Herz des Bildes
Beschreibe das Motiv konkret. Ein „Hund“ ist zu allgemein, aber:
„Golden Retriever Welpe mit nassem Fell, freundlich blickend, leichte Kopfschräge.“
So entsteht klare visuelle Identität.
Aktion: Etwas muss passieren
Bewegung macht Bilder lebendig.
• gehen
• lachen
• ruhen
• springen
• fliegen
• beobachten
Beispiel:
„Eisbär läuft über schimmernde Eisschollen in der Abenddämmerung.“
Perspektive: Die visuelle Bühne
Die Perspektive entscheidet, wie der Betrachter das Motiv wahrnimmt:
• Porträt
• Seitenprofil
• Vogelperspektive
• Froschperspektive
• Weitwinkel
• Nahaufnahme
Perspektive ist einer der wichtigsten Bildmerkmale.
Licht: Der charakterbildende Faktor
Licht erzeugt Stimmung, Tiefe und Emotion.
• warmes Kantenlicht
• weiches diffuses Licht
• Gegenlicht
• Filmlicht
• goldene Stunde
• Neonlicht
Beispiel:
„Kühles blaues Schattenlicht mit sanftem Randlicht, das das Fell betont.“
Farben: Stimmung in Tonwerten
Farben können ein Bild komplett verändern.
• warme Pastelltöne
• kühle Blautöne
• kontrastreiche Komplementärfarben
• sanfte, matte Farbpaletten
• analoges Filmkorn in warmen Rot-Orange-Tönen
Farben transportieren Emotionen.
Stil: Das visuelle Kleid
Die wichtigsten Stile:
• realistisch
• hyperrealistisch
• Magazin-Look
• Film-Look
• digitale Illustration
• Studiofotografie
• Aquarell
• Anime-Stil
Stil beeinflusst Detailgrad, Farben, Tiefenschärfe und Kontur.
Kameradetails: Für den anspruchsvollen Feinschliff
Objektiv, Kamera und Einstellungen wirken wie kleine Verstärker.
• 35 mm Filmlook
• 85 mm Portraitobjektiv
• f/1.8 für weichen Hintergrund
• f/16 für tiefe Schärfe
• ISO 200 für klare, saubere Bilder
• Langzeitbelichtung
Beispiel:
„Fotografiert mit 300 mm Objektiv, f/4, ISO 320, gestochen scharfe Details.“
Iterieren wie ein Profi
Bildgestaltung ist ein Prozess. Genieße das Feintuning.
Nach jedem Bild fragst du:
„Was genau gefällt mir. Was fehlt. Was ist zu viel.“
Dann verfeinerst du:
• mehr Licht
• weniger Details
• andere Farbstimmung
• neue Perspektive
• stärkerer Stil
Jede Anpassung bringt dich näher an das perfekte Ergebnis.
Fehler erkennen und korrigieren
Häufige Fehler:
• zu wenig Details
• zu breite Beschreibungen
• widersprüchliche Begriffe
• fehlende Perspektive
• fehlende Lichtbeschreibung
Frage die KI direkt:
„Was könnte ich an meinem Prompt verbessern.“
Fazit Teil 2
Präzise Bildprompts entstehen durch klare Merkmale, feine Beschreibungen und iterative Verbesserung. Wenn du Bildtyp, Motiv, Licht, Perspektive, Farben und Stil bewusst kombinierst, hast du volle kreative Kontrolle über dein Ergebnis.
